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Fakultät für Mathematik
Blick über Bielefeld
Sparrenburg

Prof. Dr. Moritz Kaßmann

Arbeitsgruppe Angewandte Analysis

 

Aktuell (8.April): Zwei neue Videos (Teil 1 und 2) zum Thema Corona-Epidemie:

  1. Die Fallstricke der Verdopplung, Teil 1                   
  2. Die Fallstricke der Verdopplung, Teil 2: Rechenbeispiele

Link zum Interview der Zeitung WELT: HIER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuell (31.März): Statement vom 31. März 2020 zum Thema Corona/Covid-19 in Bielefeld anlässlich einer Anfrage der Neuen Westfälischen NW, vgl. Artikel hierzu

  1. Aussagen bzw. Prognosen sind zuverlässiger, wenn sie sich auf eine größere Personengruppe beziehen. Der Blick auf eine einzelne Stadt ist schwierig, ausgenommen evtl. Millionenstädte. 
  2. Die Tag-zu-Tag Veränderungen sollte man nicht als relevant betrachten, hier trifft der Ausdruck "Kaffeesatzleserei" oft zu, die Ursachen für eine Konstanz der Fallzahlen haben oft etwas mit der Erhebungs- und Meldeart zu tun.
  3. Immer wieder wird in Darstellungen der Presse vergessen zu erwähnen, dass steigende Fallzahlen auch daher rühren können, dass mehr getestet wurde. Dieser Effekt ist erheblich und erklärt oftmals einen sprunghaften Anstieg der bekannten Neuinfektionen. Leider bedeutet dies auch, dass stagnierende Fallzahlen auch daher rühren können, dass kaum getestet wird. Dies kann ich mir für Bielefeld aber aktuell nicht vorstellen (das Gesundheitsamt wird die Entwicklung der Testzahlen kennen). Insofern ist es in der Tat gut, dass die Fallzahlen in Bielefeld zur Zeit nicht stark wachsen.
  4. Der 7-Tage-Durchschnitt des täglichen Wachstums der Fallzahlen ist in Bielefeld von 20% kontinuierlich gesunken auf 7%. Das ist ein sehr guter Trend und ich gehe davon aus, dass er anhält. Ein weiteres Absinken der Steigerungsrate ist auch wichtig, denn ein anhaltendes Wachstum von 7% pro Tag würde bedeuten, dass wir in Bielefeld am Ende des Monats April mehr als 1200 bekannte Infektionen hätten, was mit einer zeitlichen Verzögerung zu einer Belegung von mindestens 25 Intensivbetten in Bielefeld führen würde. Die benötigte Anzahl würde dann leider sogar höher liegen, denn es gibt ja auch etliche Infizierte, deren Infektion nicht bekannt ist, Stichwort Dunkelziffer. 
  5. Sehr beeindruckend ist aktuell der Unterschied zwischen Bielefeld und den Nachbarregionen. Dieser Unterschied wird kleiner werden, sobald Reisen und öffentliches Leben wieder stattfinden.
  6. Für Mathematiker wichtig zu wissen wären übrigens auch andere Daten, die das Gesundheitsamt sicherlich hat, z.B. nicht nur der Tag des Tests sondern das Datum, wann Symptome einer positiv getesteten Person aufgetreten sind.

 

 

 

 

 

 
 

 

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