Satz (Serre). Sei X einfach-zusammenhängender Raum.
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| Lemma 1. Sei F → X → B eine Faserung mit F weg-zusammenhängend und B einfach-zusammenhängend. Gilt für zwei der Räume F, B, X, dass alle reduzierten Homologiegruppen zu C gehören, so gilt dies für alle drei. |
| Lemma 2. Für jede Gruppe π in C und n > 0 gilt: Alle reduzierten Homologiegruppen von K(π,n) sind in C. |
Da π eine endlich-erzeugte abelsche Gruppe ist, ist π direkte Summe zyklischer Gruppen. Wir betrachten zuerst den Fall einer zyklischen Gruppe.
Schließlich ist noch zu zeigen: Sind alle reduzierten Homologiegruppen von K(π1,1) und K(π2,1) in C, so gilt dies auch für K(π1×π2,1) = K(π1,1)×K(π2,1). Dazu verwendet man die Künneth-Formel.
Seien vn : X → X|n und vn-1 : X → X|n-1 Postnikov-Approximationen mit zugehöriger Homotopie-Faserung
Wir zeigen: (1) impliziert (2):
Zuerst betrachten wir den Spezialfall X = X|n. Wir zeigen mit Induktion nach n:
Wir zeigen: Kern und Kokern der von der Inklusion induzierten Abbildung
Die Spektralfolge konvergiert gegen die Homologie von Y; genauer gilt: Hn(Y) hat eine Graduierung mit nur zwei Faktoren, nämlich E∞0n und E∞n0 und dabei ist E∞0n das Bild der kanonischen Abbildung Hn(F) → Hn(Y). (Wir starten mit einer CW-Filtrierung von B mit einer einzigen 0-Zelle, dem Basispunkt *. Die für die Serre'sche Spektralfolge von Y verwendete Filtrierung beginnt dann mit Y0 = F.) Die beiden Faktoren E∞0n und E∞n0 von Hn(Y) liefern also eine exakte Folge
Es ist E∞0n der Kokern des (n+1)-Differentials En+1n+1,0 E2n+1,0 → En+10n E20n, also einer Abbildung Hn+1(B) → Hn(F). Wir haben daher eine exakte Folge
Und es ist E∞n0 = E2n0 = Hn(B).
Das Zusammenfügen der beiden exakten Folgen liefert eine exakte Folge
Nun ist aber B = X|n-1: alle seine Homotopiegruppen gehören zu C. Wie wir wissen, folgt daraus, dass alle reduzierten Homologiegruppen von B zu C gehören. Also gehören Kern und Kokern der kanonischen Abbildung Hn(F) → Hn(Y) zu C.
| F | πn(F) | → | Hn(F) | ||
| ↓ | liefert ein kommutatives Diagramm | ↓ | ↓ | ||
| Y | πn(Y) | → | Hn(Y) |
Die obere horizontale Abbildung ist ein Isomorphismus (Hurewicz-Satz), die linke vertikale Abbildung ist ein Isomorphismus (nach der langen exakten Homotopiesequenz der Faserung F → Y → B). Also ist die untere hoizontale Abbildung nichts anderes also die rechte vertikale Abbildung.
Noch einmal verwenden wir, dass die Hurewicz-Abbildung eine natürliche Transformation ist:
| X | πn(X) | → | Hn(X) | ||
| ↓ | liefert ein kommutatives Diagramm | ↓ | ↓ | ||
| Y | πn(Y) | → | Hn(Y) |
Dies zeigt, dass Kern und Kokern der Hurewicz-Abbildung
Folgerungen.
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Die zweite Aussage (Eilenberg-MacLane-Räume) ist ein Spezialfall von Lemma 2.
| Die Voraussetzung, dass es sich um
einfach-zusammenhängende Räume handelt, ist wichtig.
Beispiel: Die zweite Homotopiegruppe der punktierten Summe von S1 und S2 ist nicht endlich erzeugt. |
Sei F → X → B eine Faser-Sequenz mit
F weg-zusammenhängend und B einfach-zusammenhängend. Sei n > 0.
Gilt:
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| Die Homotopiegruppen πi(Sn) mit n ungerade und i ≠ n sind endlich. |
| πi(S2n) = πi-1(S2n-1) ⊕ πi(S4n-1) (bis aus 2-Torsion) |